Kabelanschluss
Einen Kabelanschluss bezieht man über ein Breitbandkabelnetz, das bislang von Kabelnetzbetreibern verlegt wurde. Begonnen hat 1980 die Deutsche Bundespost, später die Deutsche Telekom und wurde dann zu Teilen an Kabel Deutschland, Unitymedia und Kabel-BW verkauft. Das Breitbandkabel besteht aus Glasfaserkabeln und überträgt Signale für:
- Fernsehen
- Radio
- Internet
- Telefon
Voraussetzung für den Kabelanschluss
Wer sich für einen Kabelanschluss entschieden hat, muss vorher prüfen, ob ein Zugang zum Wohngebäude vorhanden ist oder erst geschaffen werden muss. Nicht in allen Gegenden Deutschlands ist das Kabel im Straßenverlauf vorhanden und muss eventuell nachgerüstet werden. Das wirkt sich für den Einzelnen allerdings sehr auf seine Geldbörse aus und ist daher eher als Gemeinschaftsprojekt in Betracht zu ziehen. (Kabelanschlussverfügbarkeit prüfen)

Neuen Kabelanschluss legen
Die Kosten für eine Leitung ins Haus liegen zwischen 400 Euro und 600 Euro. Vor der Beantragung muss eine Checkliste des jeweiligen Anbieters ausgefüllt werden. Aus den vorgegebenen Schwierigkeitsgraden für die Außenarbeiten ergeben sich dann die genauen Zahlen und die exakte Rechnung. In manchen Fällen, meist in Großstädten, liegen die Leitungen bereits an den Häusern (bei Altbauten oft außen an der Hauswand) und müssen nur noch nach innen gelegt werden. Die in der Regel verplombten Kabel werden dann mit einer Innenleitung verbunden oder zur weiteren Verwendung einfach nur entplombt. Diese Kosten als Bereitstellungsgebühr deklariert liegen zwischen 40 und 70 Euro, je nach Aufwand und Zeit.
Kabelanschluss Anbieter
Liegt das Kabel dann im Innenbereich, kann das Signal im Haus verteilt werden. Von den einzelnen Verteilerstellen aus können dann die Leistungen der einzelnen Kabelbetreiber gebucht und genutzt werden.
Es gibt zwar Unterschiede in der Kabeltechnik, die eine begrenze Übertragungskapazität vorweisen, aber wenn von digitalem Kabelanschluss gesprochen wird, dann ist das nicht das Kabel als Material, sondern die Leistung, die hindurch fließt. Wenn Anbieter digitales Kabelfernsehen anbieten, dann ist die Qualität gemeint. Die Voraussetzung der Breitbandkabel ist in den meisten Fällen vorhanden, aber die Produkte, die gesendet werden, müssen ebenfalls diese Qualität haben und auch das Empfangsgerät muss das Signal erkennen können. Ein Film, der analoger Qualität entspricht, kommt nie als HD-Digitalfilm beim Kunden an, auch wenn das Endgerät und Kabel digital ist.
Fazit
Generell ist der Kabelanschluss im Gegensatz zur Satellitenschüssel ein weiter Fortschritt. Er ist zum einen flexibel und zum anderen weitaus umfangreicher. Als Nachteil kann man behaupten, es sei auch wesentlich teuerer, aber dazu muss man die Qualität und Leistung sehen, die damit empfangen werden kann. Einen kleinen Nachteil hat die Digitalübertragung dennoch, wenn die Signalstärke nicht stimmt, sei es seitens des Anbieters, oder weil der Hausanschluss nicht stimmt, dann kann es zu Klötzchenbildung kommen, die das Fernsehen erheblich stört.

