Premiere ist tot, es lebe Sky TV!
Der Schweizer Bezahlfernsehsender Teleclub gründete auf Basis eines Deutschland-Geschäftes das Unternehmen Premiere. Allerdings fusionierte das Unternehmen aufgrund der roten Zahlen mit der Kirch-Gruppe und dem Mitbewerber DF1 zu Premiere World. Die Kirch-Gruppe wurde im Jahr 2002 durch maßgeblich durch die hohen Verluste von Premiere in die Insolvenz getrieben, konnte aber selbst durch eine Umstrukturierung bestehen bleiben.
Das Unternehmen bezeichnete sich nun wieder als Premiere und ging 2005 an die Börse. Dieses Jahr war auch das einzige, in dem der Sender keine Verluste schrieb. Im Laufe der Zeit wandelte sich Premiere von einem Programmveranstalter zu einem Plattformbetreiber, produzierte aber weiterhin eigene Produkte. Der Lizenzkampf mit Arena um die Rechte an der Fußball Bundesliga zwang Premiere 2006 in die Knie. Letztendlich scheiterte Premiere aber daran, dass die Anzahl zahlenden Abonnenten unter eine Million sank. 2008 war die Premiere-Aktie plötzlich nur noch halb so viel wert wie zuvor.
Die Marke Premiere ging am 4. Juli 2009 in Sky TV über und wandte sich so nicht mehr nur dem deutschen, sondern auch dem österreichischen Markt zu. Gleichzeitig wurde die Premiere AG in Sky Deutschland AG umbenannt. Heute zählt das Unternehmen rund 2,5 Millionen Abonnenten und hat sich damit wieder etwas stabilisiert.
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