Telekom möchte erhöhte Werbeeinnahmen im Bereich Fußball einspielen
Zahlreiche Deutsche sitzen jeden Freitag, Samstag und Sonntag vor dem Fernseher und verfolgen die Spiele der ersten und zweiten Bundesliga. Das kostengünstige Angebot “Liga total!”, welches die Telekom seinen Kunden anbietet, liefert dazu die nötigen Voraussetzungen. Aber auch wenn Pay-TV in anderen Ländern an der Tagesordnung ist, hat es sich in Deutschland nie richtig durchsetzen können. Daher ist es meist so, dass die Kalkulationen der Anbieter zu hoch ausfallen. In diesem Fall werden neue Einnahmequellen gesucht.
Neuerdings soll es für die Sponsoren möglich sein, vor den Fußballspielen, wenige Sekunden Sendezeit zu erstehen. Erste Gespräche mit dem Bierbrauer Krombacher, die auch auf anderen Sendern während der Fußballspiele werben, wurden bereits geführt. Das neue Modell soll jedoch nicht bereits zum Start der neuen Saison eingeführt werden. Vermutlich würde dies potentielle Neukunden abschrecken. Weitere Werbemaßnahmen werden derzeit geplant. Vertreten ist das Abrufen von Werbeinhalten nach Wunsch des Benutzers. So wird nur die Werbung gesehen, die einem auch interessiert. Aber auch die Integration sozialer Netzwerke, wie Facebook, stehen auf der Liste. Fanmeinungen und Umfragen könnten so spielend eingebracht werden. Auch Offerten im Sektor Sportwetten und Online-Spiele könnten in die Kategorie zusätzlicher Einnahmen fallen.
Die verbesserten Finanzen aus den Werbeeinnahmen werden jedoch nicht ausreichen, um die Rechte an der Fußball Bundesliga zu sichern. Das Angebot bleibt daher auf IPTV beschränkt. Was die ca. 250.000 Abonnenten von der höheren Werbebelastung halten werden bleibt abzuwarten. Eine positive Reaktion kann weitestgehend ausgeschlossen werden. Allerdings ist es sicherlich das kleinere Übel, wenn auf der anderen Seite der Medaille eine Erhöhung der Kosten für die Abonnenten gestanden hat. Die Konkurrenz von Sky hat von Vorneherein mit der Werbung begonnen. Ein kleines Zugeständnis von Seiten der Telekom ist, dass die Werbepausen von ihrer Länge her überschaubar bleiben sollen. Minutenlange Unterbrechungen wird es demnach nicht geben.
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