Unterschiede IPTV, WebTV und P2P-IPTV
Drei Begriffe tauchen immer wieder auf, wenn es um das Fernsehen geht: IPTV, Web-TV und P2P-IPTV. Worum es sich jeweils handelt, erfahren Sie in diesem Artikel.
IPTV (Internet-Protokol-Television)
IPTV bezeichnet den allgemeinen Übertragungsweg über das Internet für Fernsehprogramme oder Filme. IPTV ist weder ein Konzept noch ein Standard und steht nur als Gattungsbegriff im Angebotsbereich zur Verfügung. Manche Benutzer wissen nicht einmal, dass sie IPTV nutzen. In der Regel werden vom Telekommunikationsanbieter ein festes Abonnement für Filmauswahl und Übertragung angeboten. Diese Filme werden mit definierter Qualität im Bandbreitnetz auf Abruf bereitgestellt. Der Unterschied zum bisherigen Internetfernsehen besteht in der Möglichkeit, dass die Angebote an Filmen von überall und zu jeder Zeit abgerufen werden können. Dies hat den Anspruch einer hohen Flexibilität.
Web-TV
Web-TV ist sozusagen der Großvater aller Internetübertragungsmöglichkeiten und besteht bereits seit 1997 auf dem Markt. Die Set-Top-Box (Receiver) enthält ein Modem sowie eine Soundkarte und einen Prozessor. Web-TV ist eine feste Installation, die nur innerhalb des Wohnbereiches an einem Fernsehgerät genutzt werden kann. Reguläre Programme werden in digitaler Qualität ausgestrahlt, sofern es das Angebot zulässt. Radio- und Fernsehsendungen sind in großem Umfang verfügbar. Aktuell angebotene Kinofilme können vorab bestellt und nach Freischaltung angeschaut werden. Das Aufzeichnen von Pay-Movies ist nicht möglich, da diese mit einer Sicherheitscodierung versehen sind. Die Gebühren werden über die Smartcard abgerechnet.
P2P-IPTV
Die Bezeichnung P2P-IPTV steht für eine Internetverbindung, die über ein Peer-to-Peer-Netzwerk geliefert wird, die von einem Teilnehmer wiederum an andere übertragen wird. Im herkömmlichen Übertragungssinn funktioniert der Empfang einseitig, von Lieferant zu Verbraucher. In diesem System springt die Übertragung sozusagen von einem Empfänger zum anderen weiter und ist somit nicht nur Abnehmer, sondern auch Sender. Der Vorteil für den Anbieter liegt im Fassungsvermögen seines Servers, denn er kann auf diese Weise Kapazitäten abgeben und muss sich nicht um eine Volumenvergrößerung bemühen.
Dies hat den Vorteil der gleichbleibenden Qualität, weil das Signal immer wieder neu aufgebaut wird und auf weiten Strecken nicht abschwächt.
